31 Dezember, 2007

Zum Jahreswechsel: Ein A-ha - Erlebnis



Ein virtuelles Feuerwerk und ein wunderschönes tolles neues Jahr meinen LeserInnen- möge 2008 (noch) besser werden als heuer!

Rhealicious

(So. Und jetzt geh ich feiern!)

30 Dezember, 2007

(Photo) Shop ´till you drop

oder: Rhealicious hat ein neues Spielzeug...



(bitte vergrössern)



(Original)



(Original)

29 Dezember, 2007

EINLADUNG- VERNISSAGE UND LESUNG

STRASSE DES EXILS – WEIT? ... VON WO?

VOLKSTHEATER WIEN:
Ausstellung österreichischer Exilliteratur
von Veronika Barnas

Vernissage am 17. Jänner 2008, 18.30 Uhr, Empfangsraum
Ausstellungsdauer bis 17. Februar 2008

Der Empfangsraum ist für die Zeit der Ausstellungsdauer täglich von
18.30 Uhr bis 19.30 Uhr geöffnet. Eintritt frei

Im Rahmen der Ausstellung kann man sich meinen Text "Jedna/ die Eine" anhören, eine tscheschisch/ deutsche Sprachmontage, die ich für die Ausstellung geschrieben und aufgenommen habe- ein Versuch zwischen Zweisprachigkeit und Sprachlosigkeit, zwei seperate Texte ineinander, die einen inneren Dialog der Zerrissenheit ergeben...

Lesung im Rahmen der Ausstellung:
24. Jänner 2008, 19.30 Uhr, mit Rhealicious, Hamid Sadr, Vladimir Vertlib, Karten 7 Euro
Tickets im Volkstheater erhältlich

Ich lese meinen neuesten Text- "Anezkas Asche".
Eine Erzählung über fremde Familie, eine Rückkehr, die keine ist- und warum man die letzte Reise auch im Regionalzug antreten kann.


17 Dezember, 2007

Arse! The joy of left hand love



due to popular demands... Viel Spass!!!

16 Dezember, 2007

Cäsium. Verzeihung.

Ich habe nicht Gallium in meiner Hand geschmolzen, sondern Cäsium.
Musste korrigiert werden.

Cäsium verursacht Stichflammen. Gallium nicht.
Angeblich.

14 Dezember, 2007

Mit (Dudel)Sack und Pack

Cargohosen sind was Feines. Sie sind nicht nur wahnsinnig angenehm zu tragen, sondern auch stylish, irgendwie sexy (doch, doch- zu meiner grossen Überraschung) - und sie haben wirklich grosse Taschen.
Und das verleitet sogar Prinzessin "Hat-mehr-Handtaschen-als-das-Universum-Atome", alle heiligen Zeiten mal gänzlich ohne Handgepäck loszutraben. (!!!)

So geschehen zb vor Kurzem, im Gartenbaukino, bei einem Attwengerkonzert. Und es war gut.
Denn Kino hin und her, bei Attwenger MUSS. MAN. EINFACH. TANZEN.

(Quelle: Wikicommons)

Allerdings waren bei Gott nicht alle meiner Meinung. Und während ich schon in der Mitte des ersten Lieds an den Saalrand gegangen bin, weil ich es auf meinem Sitz nicht mehr ausgehalten hab, brauchte der Grossteil der anwesenden BoBos mehrfache höfliche Aufforderungen Attwengerseits, bis sie sich endlich von ihren Sitzen bequemten, um (höflichkeitshalber) ein klein bissi zu wippen. Gut, ein Kinosaal ist kein Tanzparkett, und ein Konzert nach einer Filmvorführung gewiss ein wenig ungewöhnlich, aber: wie kann ein Mensch mit Blut in den Adern bei DIESER Musik sitzenbleiben? Wie? WIE?
Mysterium des Lebens...

Beim Corvus-Corax-Konzert im Planet Music gestern hab ich auf meine Cargohosen allerdings verzichtet- nicht, das es aufgefallen wäre, aber bei Spielmann- Musik und all den Mädels in Mittelalter- Roben fühlt frouwe sich im (natürlich schwarzen) Spitzen-Rock einfach besser.

Getanzt hab ich allerdings auch. Und wie. War auch ein wirklich gutes Konzert.
Angefangen bei der Vorgruppe, Tuivelsminne, Heavy-Dudelsack-mit-Schlagwerk-Rock.
Fünf Jungs in Plüschhosen, die darin geschwitzt haben wie der Teufel- wobei der Leadsänger mit seiner Teufelsmaske eher wie Phil, der kleine Satyr aus Disneys Herkules als wie der Herr der Dunkelheit aussah... Der langhaarige Dudelsackist (Dudelsäcker? Dudelsackse?) war allerdings nicht gänzlich übel...

Nicht übel bzw verdammt gut war natürlich auch der Hauptact. Hab die Herren aus Ostdeutschland zum ersten Male live erlebt, und es war vom Feinsten.

Corvus Corax sind fünf Herren am Dudelsack (die hin und wieder auch zu kleinen quietschenden Tröten wechseln, die Schalmeien oder Pommern oder sonstwas sein können- nicht mich fragen, ich bin ja nicht Rene Clemencic) und drei an diversesten Schlagwerken- und das ist, wie es klingt, nämlich hart und archaisch und kraftvoll und laut.

Und irgendwie- ja, doch- auch sexy (und das hat natürlich nichts damit zu tun, dass frouwe sich fragt, ob und was die Herren unter ihren Lendenschürzen... aber lassen wir das).

Tanzbar ist es auf jeden Fall. Oh ja. Und wie. Jeder einzelne Song -wobei sie mich sehr erfreut haben, indem sie die Balade der Mercy gespielt haben... Der Song kann alles.


(Quelle: Wikicommons, Copyright holder: Agency "Stephanie NeumannPica Music - Promotion & Werbung)

Fundstück am Friedhof






Rinnböck- Kapelle am Simmeringer Ortsfriedhof... spätes 19. Jahrhundert... malerisch verfallen... photographiert vor einigen Tagen...

(Die Dame in der Friedhofsverwaltung war übrigens unwahrscheinlich unfreundlich...
Was denn? War ich ihr zu lebendig?)

13 Dezember, 2007

Auszug aus Liste aller Dinge, die mich zur Zeit erfreuen

Wie versprochen das Gegen-Posting zu den Dingen, die ich gar nicht mag

* mein Photoshop/ Indesign/ CMS- Kurs (zwei Trainer für mich allein- Luxus)
* die kleine Willendorf-Göttin-Replik, die ich günstigst bei ebay gefunden habe
* Himbeerpunsch
* mein Macbook
* das ich endlich einen schönen schwarzen Blazer gefunden habe (allerdings nicht fragen, was er gekostet hat)
* die zwei (schweineteuren) schönen schwarzen Röcke, die ich mir dazugekauft habe
* Mittelalter- Elektromusik
* das es meinem Rücken wieder gut geht
* Tribal Belly Dance
* meine Hängematte (die ich quer durchs Wohnzimmer hängen kann)
* Satsumas
* Das ich zu Weihnachten meine Schwester wiedersehe
* Ferrero Rocher
* alle meine Ohringe
* LÓreal Wimperntusche Voluminous x5 Carbon Black
* Das ich bei Mädelsabenden tollen Frauen kennenlerne
* Kerzenlicht
* alte Lieder von Sting (ich sage nur Moon over Bourbon Street!)
* Zeichnen
* zwei paar neue schwarze Stieflettchen- flach/ 70´s versus hoch/geschnürt
* Das Lesen von Stickbüchern (und die Tatsache, dass ich Oma sei Dank einfach drauflossticken könnte- wenn meine Zeit nicht mit Photoshop- Spielereien erfüllt wäre)
* mein neues rotes Sofa
* Attwenger
* das ich in absehbarer Zeit meinen neuen Abstellraum werde benützen können
* Himmbeer- Rotkraut

to be continued...

06 Dezember, 2007

Wenn meine Hände Metall schmelzen und Autoreifen singen

dann ist es auch nur ein ganz gewöhnlicher Donnerstag in der wundersamen Welt von Rhealicious.

In meinem Freundeskreis sind Mädelsabende im Moment aber sowas von en Vogue- und das ist fein, denn da kann man spannende neue Bekanntschaften machen. Zum Beispiel die einer ziemlich taffen Frau Berufsoffizier.
Und man kann sich dann in einer recht feministischen Runde der angeregten Diskussion hingeben, ob bei militärischen Dienstgraden weibliche Endungen angebracht sind (Frau Offizier meinte: NEIN!!!) und wie die dann so wären: Hauptfrau? Leutnantin? Mutter Oberstin?
Feldweiberl?
Oder dann doch die geschlechtsneutrale Version, so a la Wachmensch oder Landeshauptperson?

Man kann aber auch passionierten Physikerinnen begegnen und sich leicht verzweifelt fragen, warum man in der Schule nicht SO eine Lehrerin in den naturwissenschaftlichen Fächern hatte- vielleicht würde meine gesamte Erinnerung an drei Jahre Chemie nicht nur ausschliesslich daraus bestehen, dass wir unsere Lehrerin wegen ihrer behaaren Beine "Alf" genannt haben.

Frau Doktor Diplomingenieur hat heute jedenfalls zu einer kleinen feinen Ausstellung in die technische Uni geladen. Gezeigt wurden Elemente. In ihrer reinsten Form. In Phiolen oder in Plexiglas gegossen.


Wunderschön. Einfach wunderschön.
Silbrig, glitzernd, metallisch, irisierend.


Perfektion.
Faszination.
Wieso habe ich nicht gewusst, das Physik so schön ist?


So spannend?
Elemente, die in ihrer hochreinen Form nur in der UDSSR hergestellt wurden.
Bälle mit Uran, ganz ganz leicht radioaktiv, die im dunklen Leuchten.
Elemente, die nicht in der Iran verkauft werden dürfen.
Ein Metall in der Phiole (Gallium?), das in der Hand schmilzt (darf man aber- angeblich- nicht fallen lassen weil sonst Stichflamme).

Abends dann das Element Film- ein Abend für Alexandr Hammid/ Hackenschmied im tschechischen Zentrum. Hammid war ein tschechischer Pionier der Photografie und vor allem des Avantgardefilms, und gezeigt wurde ein Dokufilm von Martina Kudlacek und drei frühe Filme von Hackenschmied/Hammid aus den Dreissigern.

Kudlacek und Hammid waren mir bisher nur durch Kudlaceks Film " In the mirror of Maya Deren" ein Begriff- über Hammids mysteriöse, schöne, vodoo-interessierte Exfrau, ebenfalls eine Ikone des experimentellen Films.



War jedenfalls ein spannender Abend- wenn auch stellenweise zu lang.

Die ruhige, intensive Doku über Hammid und seine Werke war eigentlich genug. Die nachher gezeigten Kurzfilme waren dann fast schon ein bissi zu viel- der Film über die Prager Burg zeigt über fünfzehn Minuten schwarzweisse Aufnahmen von, eben, der Prager Burg (schön, aber zu lang), das Kurzdrama "November" wunderschöne Bilder einer verhinderten Liebe.

Entzückend war allerdings der mitlere Kurzfilm "Das Lied der Strasse"- dreieinhalb Minuten Werbung aus den 30-er Jahren, für Autoreifen von Bata- (Autoreifen? Ich dachte, die machen Schuhe!) inklusiver singender Autoreifen mit sehr witzigem tschechischen Text.

Überhaupt entwickelt sich das tschechische Zentrum in letzter Zeit zu einem kulturellen Hotspot.
Und ihr Pressesprecher Michael Stavaric schreibt wirklich gute Bücher.

Apropos Hotspot. Sonntag vormittag hat es mich per Zufall an einen wirklich heiss frequentieren In-Treff verschlagen.
Mitten im Neunten- es gibt bunt gemischtes Publikum- und was für ein Andrang dort herrscht, Multi-Media-Entertainment, Verpflegung von rustikal bis zu Champagner und Sushi, Retro-Ambiente... Gut, es gibt auch Drogen, aber das manchmal gar nicht schlecht.

Jedenfalls, wenn man sich den Rücken aber sowas von verrissen hat.
Und der Hotspot AKH Notaufnahme heisst.
Und man sich, wenn man seinen Kopf aus der- aufgrund schmerzbedingter Debilität auf Bunte und InTouch beschränkten- Lektüre hebt, kurz fragt, was früher kommt- der Orthopäde oder die totale Verblödung...

"Erotisch finde ich

kluge Männer im Anzug, die gut aussehen und Humor haben".

Claudia Stöckl im "Madonna" von letzter Woche. Und warum auch nicht.

Wo sie recht hat hat sie recht.

"Strassenbegleitgrün"

findet sich auf Seite 115.
Und es ist die einzige halbwegs lustige Stelle in Lida Winiewicz Buch "Alte Dame, grauer Hund".

Nicht, dass ich mir einen brüllend komischen Reisebericht erwartet hätte. Aber das Thema "Wiener Pensionistin mit Greyhound quer durch die USA" hätte schon viel mehr Potential gehabt. Finde ich.

Stattdessen ein einziges Jammertal, alles, was nicht geht, nicht schön ist, was nicht mehr sein wird.

Sicher, ein ausschließlich heiteres Buch wäre nicht authentisch geworden.
Aber ich habe mir die ganze Zeit gefragt, warum sie a, überhaupt gefahren ist und b, überhaupt darüber geschrieben hat.

Gab es denn drüben nichts, was ihr wirklich gefallen hat, das sie begeistert, berührt, fasziniert, erheitert, entspannt oder wirklich amüsiert hat? Nichts, das ihr nicht nur seltsam oder kurios vorgekommen ist?

"Das witzigste Amerikabuch seit langem" (Klappentext)? Nein. Leider leider nein.

Einsam oder nicht: möge Gott verhüten, dass ich jemals eine so unfrohe alte Dame werde.

Deppensicher? Oder männerfeindlich?


Ein Fundstück aus dem Interspar...
(und nein, das sind NICHT meine Hände).